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Ab ins Grüne: Die ersten Abenteuer der Gourmet City Farmer 2016

Der Frühling ist endlich da! Und unter der stärker werdenden Sonne beginnen die Pflanzen zu sprießen. Für unsere Gourmet City Farmer kann es dabei gar nicht schnell genug gehen: Sie warten schon gespannt, wie sich das selbst gepflanzte Gemüse entwickeln wird.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2b der OVS Jagdgasse haben bei unserem Gewinnspiel mitgemacht und dürfen heuer, ebenso wie vier weitere Schulklassen und eine Kindergartengruppe, Abenteuer im eigenen Gemüsebeet erleben – mitten in Wien im schönen Garten der City Farm Schönbrunn. Wir laden Sie ein, mit unseren eifrigen Gourmet City Farmern die ersten Stunden beim Pflanzen zu genießen.

Gourmet und City Farmer ermöglicht Kindern Urban Gardening.

Station 1: Kräuter-Vielfalt in Weidenschiffen

Die erste Station lässt die Kinder Schritt für Schritt die Natur erfassen. Sie tasten, riechen und kosten sich durch das sogenannte Weidenzimmer der City Farm Schönbrunn. Dieses „Zimmer“ befindet sich unter freiem Himmel und beherbergt mehrere kleine Weidenschiffe mit unterschiedlichsten Kräutern. Besondere Aufmerksamkeit widmen die Kinder dem Kletten-Labkraut, weil es auf den Fingern hängen bleibt. Das liegt an den Borstenhaaren, mit denen es an anderen Pflanzen emporklettert. Neben Liebstöckel und Schnittknoblauch ist auch der Sauerampfer ein besonderes Highlight. Da können die Kostproben unter den Schülern schnell einmal zur Mutprobe werden. Welches Kind traut sich, in die sauren Blätter zu beißen? Wer kann am meisten davon essen? Neben dem gewöhnlichen Sauerampfer findet sich noch der Schild- und Blutampfer – aufregende Namen für die kleinen Entdecker.

Und die Kräuter werden unter der fachkundigen Anleitung einer Gartenpädagogin nicht nur gekostet, sondern auch gleich gepflückt und später zu einem köstlichen Aufstrich verarbeitet.

Station 2: Jedem sein Hochbeet

Jetzt können sich die Kinder am Hochbeet austoben: Kresse, Radieschen und Erbsen werden gesät, dann Salat und Kohlrabi eingepflanzt. Vorsicht, meint die Gartenpädagogin: „Die Pflänzchen sind wie Babys.“ Mit voller Konzentration werden also die zarten Pflanzen von den Kindern aus den Töpfen in die Erde gesetzt. „Jetzt glauben alle, die Pflanze ist schon immer dagestanden“, meint eines der Mädchen. Damit ihr Gemüse schnell wächst, wünschen sich manche Kinder lauthals Regen. Der bleibt aber zur Freude aller anderen aus. Und bevor es wieder zurück ins Klassenzimmer geht, wird sowieso noch großzügig gegossen.

Station 3: Gesunde Jause selbstgemacht

Frische Luft und Frühlingssonne machen bekanntlich hungrig. Deshalb zaubern die Kinder, kurz vor Wechsel der Stationen, einen Aufstrich aus den gesammelten Kräutern. Eifrig werden Sauerampfer, Schnittknoblauch und Co. in Schüsseln gezupft und mit Bio-Speisetopfen und Bio-Sauerrahm vermengt. Eine Prise Salz dazu und schon ist die Jause fertig. Auf diese Weise bereitet gesundes Essen jedem Kind große Freude. Das freut uns ganz besonders, weil wir von Gourmet mit dem Projekt auf der City Farm Schönbrunn Kinder neugierig auf den Geschmack von Obst und Gemüse machen und sie ermutigen wollen, Neues und auch Gesundes zu probieren.

Gegessen wird im Freien, direkt neben dem Fenster zu Kaiserin Sissis Frühstückszimmer und mit Blick auf die Giraffen, die unweit der City Farm auf ihr neues Zuhause im Tiergarten warten. Da macht ein Picknick mit frischen Kräutern und Gemüse natürlich doppelt so viel Spaß.

Nach zweieinhalb Stunden Gartln geht es wieder zurück ins Klassenzimmer. Aber es freuen sich bereits alle auf den nächsten Besuch auf der City Farm Schönbrunn, wenn die Pflanzen schon ein ganzes Stück größer sein werden und es wieder heißt: An die Schaufeln, Gießkannen und Rechen fertig, los!

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Mag. Claudia Ertl-Huemer

Über die Autorin

Claudia Ertl-Huemer kennt ihren Geschäftsbereich wie ihre Westentasche. Kein Wunder, ist sie doch schon seit 1997 in den unterschiedlichsten Positionen für Kindergärten, Schulen und Senioren tätig. Dass sie nach wie vor mit Leidenschaft bei der Sache ist, macht sie aus – neben ihrer Erfahrung und ihrem Gespür. All das setzt sie mit Erfolg als Geschäftsfeldleiterin ein.

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