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Auf den Spuren des asiatischen Essens

Die (Kurz-) Geschichte der indischen, indonesischen und chinesischen Küche

Exotische Gewürze und fremde Kräuter – die asiatische Küche hat viel Neues für uns zu bieten und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Viele Gerichte sind für uns mittlerweile bereits fest in das kulinarische Bild unserer Gesellschaft integriert. Vom Imbissstand bis zum Luxusrestaurant – indische, indonesische oder chinesische Küche findet man mittlerweile vielerorts. Doch so sehr uns die bekannten Gerichte bereits geschmacklich vertraut sind, so wenig wissen wir über die Geschichte dieser traditionsreichen Küchen.

Wir haben diese drei Küchen gewählt, weil sie im Mittelpunkt unserer Asia-Wochen im Businesscatering Menüservice stehen und sich über die ganze Breite Asiens erstrecken. Eine lückenfreie Abbildung der Jahrtausende langen Geschichte ist allerdings ermüdend. Deswegen bieten wir hier einen schnellen Überblick über die verschiedenen Essens-Kulturen. Begleitend dazu empfehlen wir mit uns eine kulinarische Rundreise bei den Asia-Wochen.

Die indische Küche

Zuerst muss man wohl klarstellen, dass es nicht „die“ indische Küche gibt. Denn der Norden und der Süden Indiens unterscheiden sich deutlich in den Essgewohnheiten. Das liegt einerseits an den verschiedenen Religionen, andererseits am unterschiedlichen Klima. Beide Küchen verbindet aber die ausgeprägte Verwendung von Gewürzen und der Grundgedanke, dass Essen nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch für die Seele ist.

Indisches Essen

Der Ursprung der indischen Küche liegt 2000 Jahre vor Christus. Später mischten sich andere Volksgruppen zu der ursprünglichen Kultur und brachten den Hinduismus mit nach Indien und damit auch mit zum Essen. Nach weiteren zwei Reformbewegungen wurde der Vegetarismus in Indien gefestigt. Ja, das ist eigentlich gar kein neuer Trend, sondern schon mehrere Jahrtausende alt. Das vegetarische Leben hielt sich lange, bis sich weitere Religionen dazu mischten und wieder das Fleisch mit einbrachten. Der Vegetarismus wurde Teil  der neuen Esskultur. Deshalb gibt es bis heute in der indischen Küche viele vegetarische Gerichte, wie das indische Linsencurry, das wir unseren Business-Gästen während der Asia-Wochen servieren.

Die indonesische Küche

Die indonesische Küche hat sich so vielseitig entwickelt, wie ihre Geschichte. Weil das Land über die Jahrhunderte viele Einwanderer aus anderen Kulturen aufnahm, wurde die indonesische Küche kulinarisch stark durch die indische und chinesische Kochkultur beeinflusst. Dazu kommt, dass auf jeder der tausenden Inseln des Staates unterschiedlich gekocht wird. Aber natürlich gibt es gemeinsame Nenner. Einerseits die Bedeutung des gemeinsamen Essens. Nicht zufällig sagt man in Indonesien nach einem guten Essen übersetzt so viel wie „Schön, dass wir zusammen sind“ und zeigt damit, wie kulturell wichtig das gemeinsame Essen ist. Andererseits gibt es das berühmte Nasi Goreng oder Bami Goreng. Dafür kocht man Reis oder Nudeln mit unterschiedlichem Gemüse und wahlweise mit Fleisch. Doch sogar diese Nationalgerichte unterscheiden sich von Region zu Region. Fest steht: Die indonesische Küche ist vielfältig, kompliziert und ein kleines Abenteuer. Wer sich auch mal selbst als indonesischer Koch versuchen möchte, der kann sich unser Bami Goreng Rezept downloaden.

Die chinesische Küche

Viele Mythen ranken sich um die chinesischen Essensgewohnheiten und sicher ist die ein oder andere wahr. Doch wir widmen uns lieber der Geschichte. Auch in China kann man schlecht von einer einheitlichen Küche sprechen. So groß und vielfältig wie das Land, ist auch das Essen. Weil über die Jahrtausende oftmals Hungersnöte über die Menschen hereinbrachen, ist gutes und vor allem auch viel Essen wichtig für eine chinesische Mahlzeit geworden. Deshalb ist es – ganz im Unterschied zu uns – ganz schlecht für einen Gastgeber, wenn seine Gäste tatsächlich aufessen. Das bedeutet nämlich, dass sie nicht genug hatten und der Gastgeber zu geizig war, genug aufzutischen. Das ist vermutlich auch der Grund dafür, dass die chinesische Küche sehr experimentierfreudig bezüglich der Zutaten ist und auch wirklich alles Verwendung findet. Egal, ob man die Schale der Wassermelone verwertet oder alle Teile eines Tieres – es bleibt nichts übrig. Im Hinblick auf die Vermeidung von Lebensmittelabfällen sehr vorbildlich.

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Quellen:

Die Geschichte der indischen Küche
Die Indonesier lieben Essen
Die Besonderheiten der chinesischen Küche
Die Geschichte der chinesischen Esskultur

 

Martina Baumeister MSc

Über die Autorin

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Kommunikationsaktivität von Gourmet. Dass ihre Leidenschaft fürs Backen und fürs Gärtnern mit ihrer Berufung als Unternehmenssprecherin von Gourmet eine fantastische Melange ergeben, ist unschwer an der Begeisterung zu erkennen, mit der sie ihre Aufgaben bewältigt.

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