Eine Diva namens Evita: Zu Besuch beim Erdäpfelbauern

Gebraten, gekocht oder gestampft: Erdäpfel gibt es in vielen Varianten und sie sind beliebt! Aber woher kommt die tolle Knolle eigentlich? Das zeigen wir den Kindern einiger Kindergartengruppen und fahren mit ihnen zur Familie Niedermayer auf ihren Biohof in Aspersdorf im Weinviertel. Hier erfahren wir nicht nur einiges über die Erdäpfel, sondern werden auch noch zu fleißigen und begeisterten Ernte-Helfern!

Gemeinsam fahren wir aufs Feld hinaus, wo gegraben und geerntet wird. Und es wird auch so manche Rarität gefunden…

Junge hockt im Feld und begutachtet Erdapfel

„Ich hab noch keine, aber ich geb nicht auf!“

Zwei Mädchen stehen auf dem Feld, eine hält einen Erdapfel in die Luft

 „Ich hab einen Alien-Erdapfel gefunden!

 

Hättet ihr’s gewusst?

Auch Erdäpfel haben Mütter…

Erdäpfel sind Knollenfrüchte, die unter der Erde wachsen. Dabei hängen an einer Mutter-Knolle bis zu 15 „Babys“, die sich die Energie, die sie zum Wachsen brauchen, von der Mutterfrucht holen. Diese verliert dadurch an Konsistenz, ist regelrecht ausgelaugt und nicht mehr zum Verzehr geeignet. 

Erdäpfel liegen in der Erde

Große Familie mit klingenden Namen

Weltweit gibt es mehr als 1.500 Erdäpfelsorten. In Österreich werden rund 200 verschiedene Sorten angebaut. Sie haben klingende Namen wie Evita, Ditta oder Agria. Erdäpfelnamen werden traditionell nach Mädchenvornamen benannt – oft nach der Tochter oder der Ehefrau des Züchters. 

Zwei Mädchen halten einen weißen Eimer voller Kartoffeln

Verstecken nützt nichts…

Die eigentliche Frucht der Erdäpfel befindet sich ja unter der Erde. Während auf den Feldern große Erntemaschinen am Werk sind (um 2 Tonnen Erdäpfel zu ernten, müssen 1.500 Tonnen Erde bewegt werden), sticht man im heimischen Garten am besten mit einer Grabegabel um. Dabei immer ausreichend Abstand zur Pflanze halten, damit die Früchte nicht beschädigt werden. 

Die Kinder sammeln zusammen mit einer Frau die Erdäpfel in einem Sack

Sonnenanbeter und mondsüchtig – nicht der Erdapfel!

Erdäpfel müssen rasch geerntet werden. Sind sie nur einen Tag der Sonne oder dem Mondlicht ausgesetzt, werden sie grün und produzieren giftiges Solanin.

Kälte – aber bitte ohne Schock

Erdäpfel sind wahre Diven, die richtiggehend beleidigt sind, wenn man sie nicht umsichtig behandelt. Um sie lange bei gleichbleibend hoher Qualität haltbar zu machen, dürfen sie nur langsam auf Lagertemperatur heruntergekühlt werden. Nicht mehr als 0,5°C pro Tag dürfen es sein, sonst verdirbt der Erdapfel sehr rasch.

Tipp für zu Hause: Ein dunkler, kühler, gut belüfteter Keller mit hoher Luftfeuchtigkeit ist optimal für die Lagerung von Erdäpfeln. Schrumpelige Schalen und gummiartige Konsistenz entstehen durch zu trockene Luft. 

Junge legt auf dem Feld Erdäpfel in einen gelben Kübel

Am Ende des Tages sind alle glücklich. Die Kinder haben viel Neues gelernt und großen Spaß daran gehabt, ihre eigenen Erdäpfel zu ernten. Und auch wir sind begeistert: Über den Enthusiasmus, mit dem die Kinder dabei waren, über die herzliche Gestaltung des Tages durch Frau und Herrn Niedermayer und über die Tatsache, dass morgen die Kinder „unserer“ Schulen und Kindergärten wieder köstliche Erdäpfel vom BioHof der Niedermayers genießen dürfen! 

Zwei Jungs stehen auf dem Feld der eine hält eine Kartoffel hoch

"Ich hab den Kartoffel-König gefunden." 

Mädchen hockt im Feld und grinst nach oben in die Kamera.

Frau Niedermayer deutet den Kindern, wo sie hin müssen.

Die fleißigen Helfer dürfen ihre Ernte sogar mit nach Hause nehmen. 

 

Mag. Claudia Ertl-Huemer

Über die Autorin

Claudia Ertl-Huemer kennt ihren Geschäftsbereich wie ihre Westentasche. Kein Wunder, ist sie doch schon seit 1997 in den unterschiedlichsten Positionen für Kindergärten, Schulen und Senioren tätig. Dass sie nach wie vor mit Leidenschaft bei der Sache ist, macht sie aus – neben ihrer Erfahrung und ihrem Gespür. All das setzt sie mit Erfolg als Geschäftsfeldleiterin ein.

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