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Festtagsessen 2016: Geschmorte Rindsbackerl in Rotweinsauce mit Schupfnudeln und Kohlsprossen

Weihnachten steht knapp vor der Tür und man hört bei einigen Freunden und Bekannten schon die leicht nervöse Meldung: „Ich weiß echt noch immer nicht, was wir dieses Mal zu Weihnachten kochen!“ Genau für solche Spätentschlossenen haben wir uns ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht, mit dem auch der klassische Hobbykoch einen schmackhaften Hingucker auf den Weihnachtstisch zaubert: Rinderbackerl in Rotweinsauce mit Schupfnudeln und Kohlsprossen.

Wir wünschen gleich vorab gutes Gelingen!

Die Rindsbackerl – einfach, aber ungemein zart und schmackhaft

Vorweg vielleicht gleich die besondere Eigenheit von Rindsbackerl: Sie gelten als besonders fein und zerschmelzen fast auf der Zunge. Schneiden Sie zu allererst Zwiebel würfelig. Schälen Sie das Wurzelgemüse und schneiden Sie es in daumengroße Stücke. Danach die Rinderbackerl mit Salz, Pfeffer und Senf einreiben und in einem Topf mit Öl bei großer Hitze scharf anbraten. Anschließend werden die Backerl herausgenommen, um die Zwiebel und das Wurzelgemüse bei kleiner Hitze im Bratenansatz kurz anzuschwitzen. Dann Tomatenmark beimischen, mit Rotwein ablöschen und diesen bis zur Hälfte verdampfen lassen. 
Es folgen Wasser und die Gewürze, ehe in den Fond die angebratenen Rerlindsbackerl gelegt werden und so zugedeckt für ca. 1,5 Stunden schmoren.
Weich geschmort werden die Rindsbackerl entnommen, in die Sauce kommen stattdessen Lorbeer, Wachholderbeeren und Pfefferkörner. Kleiner Expertentipp – werden diese Gewürze vorab in ein Gewürzsackerl gefüllt, so können sie danach leichter entnommen werden. Zum Schluss noch etwas Maizena mit Wasser verrühren und damit die Sauce binden. 

Zutaten für Rindsbackerl: 
1,2 kg  Rindsbackerl,  ½ EL Tomatenmark, 1 EL Estragon Senf, 2 Stk große Karotten,  ¼ Sellerie, 2 Stk gelber Rüben, 1 Stk Zwiebel, Salz und Pfeffer,  2 Stk Lorbeerblätter,  5 Stk Wacholderbeeren, ca. 10 Stk schwarze Pfefferkörner,  3 TL Tafelöl, ¼ l Rotwein (blauer Zweigelt), 1 l Wasser, 1EL Maizena.

Die passenden Beilagen: Schupfnudeln und Kohlsprossen 


Die Kartoffeln werden geschält, im Salzwasser weichgekocht und gleich darauf durch eine Kartoffelpresse gedrückt oder mit einem Sieb fein passiert, während zeitgleich die restlichen Zutaten eingearbeitet werden. Die Kartoffelmasse wird dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle geformt und in kleine Stücke geschnitten. Aus diesen formt man per Hand die Schupfnudeln. Dann geht es für die Nudeln ab ins siedende Wasser, wo sie ca. vier Minuten köcheln sollen. Parallel wird bereits Butter in einer Pfanne geschmolzen, um die gekochten Schupfnudeln kurz darin zu schwenken.
Ganz schnell klappt die Zubereitung der Kohlsprossen. Nur kurz die oberen braunen Blätter entfernen und die Kohlsprossen in leicht gesalzenem Wasser weichkochen. Bei Bedarf noch etwas Salz dazu und mit etwas Butter abschmecken.

Zutaten Schupfnudeln: 
500g Kartoffeln, mehlig gekocht, 50g Weizengrieß, 50g Butter flüssig, 250g Mehl griffig, 2 Eier, Salz, etwas Muskatnuss

Zutaten Kohlsprossen: 
500g Kohlsprosse frisch, 30g Butter, etwas Salz

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Markus Stacherl

Über den Autor

Essen soll gesund sein, hervorragend schmecken und noch dazu gut aussehen. Kindern schmecken zudem andere Gerichte als Erwachsenen oder Senioren. Ach ja, und abwechslungsreich muss es sowieso sein – wer isst schon gerne täglich das gleiche? Markus Stacherl ist der Mann in der Entwicklungsküche von Gourmet – und der kreative Kopf, der dafür sorgt, dass der Nachschub an schmackhaften, gesunden Gerichten nie endet.

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