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Forelle, Karpfen, Wels: Fisch aus Österreich

Weil Fisch reich an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren ist, trägt er neben seinem guten Geschmack auch zur ausgewogenen Ernährung bei. So mancher weiß aber nicht, dass das Gute so nah liegen kann. Denn viele greifen in der Mittagspause zu Sushi, wo der Fisch meist einen weiten Weg hinter sich hatte. Österreichischer Fisch ist zwar nicht so trendig, geschmacklich kann er aber mit der Sushi Box ums Eck allemal mithalten. Regionaler Fisch ist immer mehr im Kommen.

In Österreich gezüchtet

Nachhaltiger Fischfang und Fischzucht sind Gourmet ein großes Anliegen. Wir wollen immer ganz genau wissen, woher die Fische kommen, die wir in unserer Küche verwenden. Deshalb gibt es jetzt auch Forelle, Karpfen und Wels aus Österreich – vor allem bei den neuen klimafreundlichen Speisen, die zusammen mit dem WWF entwickelt worden sind. Denn da steht Nachhaltigkeit und Transparenz an oberster Stelle.

Forellenfilet mit Petersil-Erdäpfel

Die Wildkultur Forelle stammt aus dem Salzkammergut. Die Österreichischen Bundesforste und Cerny’s Fisch & Feinkost sorgen gemeinsam für Speisefisch, der nach dem Vorbild der Natur kultiviert wird. Der Bio Karpfen kommt vom Familienbetrieb Holzinger Fisch aus der Steiermark und Niederösterreich, wo er mit heimischen Bio-Getreide gefüttert und in ausgedehnten Wasserflächen gezüchtet werden. Der Wels ist von Piringsdorfer Edelfisch aus dem Burgenland.

Qualitätscheck von Flosse bis Kieme

Die Qualität von Fisch zu überprüfen, geht ganz einfach. Denn frischer Fisch hat hell- bis dunkelrote Kiemen, feuchte, glänzende und klare Augen, eine glatte und feuchte Haut, riecht neutral und hinterlässt beim Drucktest keine Druckstellen. Genau um diese Kriterien bemühen sich unsere Fisch-Lieferanten. Dazu arbeiten sie mit regionalen Züchtern aus ganz Österreich zusammen, die sie täglich mit frischen Fischen versorgen.

Blick auf den Gosausee im Salzkammergut.

Siegel-Guide: ASC, MSC und BIO

Da der Konsum von Fisch weltweit boomt, werden die zahlreichen Fischbestände akut bedroht. Die Statista Studie besagt, dass allein 2015 in Österreich 68.409 Tonnen Fisch verzehrt wurden. Doch die Frage ist, woher soll diese Menge genommen werden? Um die Nachfrage zu befriedigen, gibt es immer mehr Aquakulturen. Diese sind aber nur dann eine Alternative zu Wildfisch, wenn sie umweltfreundlich betrieben werden. Das ASC-Siegel sorgt für Gewissheit. ASC steht für „Aquaculture Stewardship Council“ und ergänzt die bereits vorhandene MSC-Norm um den Bereich Aquakulturen. MSC zeichnet Meeresfisch aus nachhaltiger Fischerei aus. Wenn auf diese zwei Siegel geachtet und zusätzlich  sorgsam gezüchteter Fisch oder Bio-Fisch aus Österreich bevorzugt wird, trägt das bereits zum Schutz des Fischbestandes bei.

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie zum Schwerpunkt „Ernährung & Klima“. In einer neuen Kooperation setzen sich Gourmet und die Naturschutzorganisation WWF für eine klimafreundliche Ernährung ein. Begleitend dazu servieren wir hier wöchentlich Informationen und Tipps, wie wir gemeinsam das Klima und die Umwelt schützen können.

Mehr zum Thema Fisch

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ASC: Aquaculture Stewardship Council

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Quellen

Statista Studie zum Fischverzehr in Österreich
WWF: Fischzucht
Holzinger Fisch
Cerny’s Fisch & Feinkost
Wildkultur

Martina Baumeister MSc

Über die Autorin

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Kommunikationsaktivität von Gourmet. Dass ihre Leidenschaft fürs Backen und fürs Gärtnern mit ihrer Berufung als Unternehmenssprecherin von Gourmet eine fantastische Melange ergeben, ist unschwer an der Begeisterung zu erkennen, mit der sie ihre Aufgaben bewältigt.

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