Hitze am Arbeitsplatz? Mit diesen Tipps bleiben Sie leistungsfähig

Nicht nur viel Wasser sondern auch erfrischende Lebensmittel helfen

Brütende Hitze und Temperaturen weit über 30 Grad drücken nicht nur die Konzentration, sondern treiben auch die Schweißperlen auf die Stirn. Sonderlich viel Appetit haben ohnehin die wenigsten bei heißen Temperaturen.

Unsere Ernährungsexpertin empfiehlt aber, sich auch bei Hitze am Arbeitsplatz Zeit für ein Mittagessen zu nehmen. Denn Geist, Körper und Seele brauchen diesen positiven Kick im stressigen Alltag. Wenn es sehr heiß ist, sollten wir aber zu Leichtem greifen, das den Kreislauf nicht belastet und den Körper trotzdem mit ausreichend Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Zu frischen Salaten, zu gedämpften oder gebratenen Fisch, Pasta mit leichter Soße und natürlich zu viel Gemüse und Obst.

Auf der Suche nach leichtem Essen, das auch noch erfrischend wirkt, stoßen wir auf Rucola, Petersilie, Minze, Koriander, Oregano, Tomaten, Gurken sowie Broccoli und Zucchini. Genial kombiniert mit Milchprodukten wie Joghurt oder Buttermilch, aber auch durchaus mit Sojamilch, gelten all jene Produkte als kühlend. Außerdem sind diese Lebensmittel im Sommer auch aus Österreich verfügbar, was sie für uns noch attraktiver macht!
 

Leichte Lebensmittel für den Alltag

Greifen Sie bei heißen Temperaturen häufig zu Gurken, Melonen und Tomaten. Letztere gelten übrigens durch ihren Inhaltsstoff Lycopin als natürlicher Sonnenschutz und liefern uns zusätzlich gute Laune durch das in ihnen enthaltene Tyramin. Diese Gemüsesorten bescheren uns Leichtigkeit durch einen hohen Wassergehalt und wenig Kalorien. Ihr kühlender Effekt ist in der Hitze des Sommers besonders reizvoll.

Also ab in die Küche und rein ins Vergnügen. Spanier und Griechen machen´s uns vor:  
Eine kalte spanische Gazpacho oder ein griechisches Tzatziki sind nicht nur schnell und einfach zubereitet, sondern ideal zum Mitnehmen und das perfekte Gericht an heißen Tagen.

Ein erfrischender Gurkensalat

Weitere Lebensmittel, die wir erfrischend finden sind Äpfel, Bananen, Birnen, Buchweizen oder Kichererbsen!

Trinken Sie genug Wasser?

Falls nicht, dann beginnen Sie spätestens genau jetzt den Weg zum Wasserhahn. Denn bei Hitze hat es unser Gehirn besonders schwer die erforderliche Konzentration zu halten. Also heißt es: trinken, trinken, trinken. Schauen Sie, dass Sie auf 2,5-3 Liter Flüssigkeit pro Tag kommen.

Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Beginnen Sie jeden Bürotag mit einem Krug, den Sie sich mit Wasser gefüllt auf den Schreibtisch stellen. So haben Sie die Trink-Aufforderung ständig vor Augen. Auch bei normalen Temperaturen sollten Sie nicht auf das gute Wasser vergessen!

Falls Sie Sport bei hohen Temperaturen betreiben sollten, vergessen Sie nicht entsprechend mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Finger weg von eisgekühlt!

Trinken Sie weder zu heiß, aber schon gar nicht zu kalt. Wer viel Eisgekühltes zu sich nimmt, drängt den Körper regelrecht dazu die Kälte wieder auszubalancieren. Dies kurbelt, nach dem vermeintlichen Frischekick, die Energieproduktion und somit die innerliche Körperwärme an.

Wir empfehlen zimmertemperierte Getränke: Leitungswasser oder Mineralwasser sind ideale Durstlöscher. Jeder kennt den salzigen Geschmack auf der Haut, der bei starkem Schwitzen entsteht. Hier helfen gespritzte Obst- und Gemüsesäfte die verloren gegangenen Elektrolyte wieder bereitzustellen. Heruntergekühlte Tees, allen voran der Pfefferminz-, aber auch der Salbeitee, die beide aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als besonders kühlend gelten, wirken wahre Wunder an heißen Tagen. Wenn Sie bei Salbei sofort an Grippeviren denken und bereits die Nase rümpfen, empfehlen wir Ihnen eine Mischung auszuprobieren: Eine gute Handvoll frischer Minze mit zwei bis drei Salbeiblättern, veredelt mit einem Schuss Zitronensaft, stellen in runtergekühlter Form das Cooldownergetränk dar. 

Kühler Tee wirkt erfrischend

Sommer & Sonne: Lust auf Grillen?

Im Sommer mit der Familie und guten Freunden grillen ist ein Stück Lebensqualität? Das finden wir auch. Trotzdem gilt an heißen Tagen: Je weniger gegrilltes, frittiertes oder deftiges Essen, desto besser. Selbst wenn gegrilltes Fleisch bei sommerlichen Temperaturen nicht ganz so ideal ist, dann machen Sie dies durch Beilagen, wie Tzatziki, pikante Joghurtdips, Gurkensmoothie oder salziges Lassi wieder wett.

Als kleines Extra haben wir noch ein Rezept für eine schnelle Gazpacho für euch: 

6 vollreife Tomaten (kurz überbrüht und enthäutet)
1 Salatgurke (enthäutet und entkernt)
2 Paprika (rot und gelb; entkernt)
1 mittelgroße Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen (wer danach noch eine Besprechung hat, lässt die lieber weg)
4 Scheiben Weißbrot
500ml Tomatensaft
50ml Olivenöl
50ml Zitronensaft
1 EL Paprikapulver
1 EL Kreuzkümmel
eine Handvoll frischer Minzblätter, klein gehackt
etwas frischer Oregano, fein gehackt
eine Prise Zucker
eine Prise Salz
eine Prise Pfeffer

Die Tomaten werden mit heißem Wasser kurz überbrüht und danach geschält, geviertelt und entkernt. Die Gurke wird geschält, längs geteilt und entkernt, danach grob geschnitten. Die Paprika ebenso gut waschen und entkernen, sowie klein schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein schneiden.
Die Weißbrotscheiben entrinden und in 4-5 Esslöffeln lauwarmen Wasser einweichen, für die Weiterverwendung gut ausdrücken.
Nun das geschnippelte Gemüse, gemeinsam mit dem gut ausgedrückten Weißbrot, dem Tomatensaft, dem Olivenöl, dem Zitronensaft und den frischen Minz- und Oreganoblättern in einem Standmixer fein pürieren. Die Gewürze und die Zuckerprise runden den Geschmack ab. Eine Stunde im Kühlschrank kühlen, danach einfach nur zurücklehnen und genießen!

Das waren unsere Tipps gegen warme Temperaturen. Haben Sie noch einen Geheimtipp, den Sie hier vermissen? Wir freuen uns darauf in den Kommentaren! 

 

Mag. Claudia Horacek

Über die Autorin

Essen am Arbeitsplatz – ein Thema, das für Claudia Horacek nicht nur Job, sondern Berufung ist. Nur wer sich richtig und gesund ernährt, kann im Beruf dauerhaft seine Leistung bringen. Dass dabei der Genuss nicht auf der Strecke bleiben darf, ist für die Ernährungswissenschaftlerin selbstverständlich.

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