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Mit dreifachem Ay ay ay in den (mexikanischen) Herbst

Mexiko – das Land, mit dem man Speedy Gonzalez, bunte Röcke und chili-scharfe Küche assoziiert. Tortillas, Guacamole, Bohnen und Chili sind jedoch bei weitem nicht alles, was die mexikanische Küche zu bieten hat. Vor allem traditionsreiche Gerichte und seltene Zutaten zeichnen die „Mexican Cuisine“ aus, weshalb sie nicht umsonst auf der Liste der Weltkulturerbegüter von UNESCO gelandet ist. Wir widmen ihr ab 7.November auch Aktionswochen beim Essen am Arbeitsplatz.

Tortillas und Chilis sind nicht alles

Wer mexikanisch hört, denkt fälschlicherweise oft einfach an Chili con Carne, Chips mit Salsa und Tequila und begeht damit den Fehler, die Mexikanische Küche mit der Tex-Mex-Küche zu verwechseln. Viele dieser Speisen wie etwa der Klassiker Chili con Carne stammen nämlich eigentlich gar nicht aus Mexiko und werden als solche auch traditionsgemäß nicht so verspeist.
Viel authentischer sind Tortillas, Fajitas, Burritos, Bohneneintöpfe mit viel Chili, gebratene Wurzel-Pfannen mit Gemüse und Fleisch, Maisfladen, Quesadillas oder süße Flans. So manche exotisch klingende Zutat der Mexikanischen Küche hat mittlerweile auch einen Status als In-Food bekommen. Amaranth, Koriander, Jalapenos oder pure Kakaobohnen finden sich daher ebenso auf Speisekarten hipper Restaurants wie in Kochbüchern der Newcomer-Köche und der Foodblogger dieser Tage wieder. Viele dieser Zutaten verwenden auch die Gourmet-Köche für unsere mexikanischen Gerichte. Unsere Gäste können sie ab November bestellen  und damit ein wenig Mexikoflair auf ihren Arbeitsplatz bringen. 
Lange Mittagspausen sind für Mexiko landesüblich, womit das Mittagessen zur Hauptmahlzeit des Tages wird. Wohltuende Gerichte wie die abwechslungsreiche Yucatanpfanne, der feuriger Chili-Burger oder eine wärmende Maiscremesuppe können aber auch in kurzen Mittagspausen und bei großem Stress wahre Wunder wirken. Wir empfehlen, bei unseren mexikanischen Wochen ab 7. November alle einmal durchzuprobieren.

 

 

Schon die Azteken wussten, was schmeckt

Die Geschichte der Mexikanischen Küche ist eng verbunden mit der Landesgeschichte und der Kolonialisierung durch die Spanier zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Die kulinarischen Geheimzutaten waren jedoch schon bei den Azteken bekannt und haben sich bis heute gehalten. Sehr früh waren vor allem Mais, dünne Fladen (die sich später zu den altbekannten Tortillas und Fajitas entwickelten) oder seltene Getreidesorten wie Amaranth zu finden. Ebenso kamen Tomaten, Kakao oder aber Pflanzenextrakte wie die der Agave, auf den Tisch und wurden mit Kräutern und Gewürzen wie Koriander, Chili, und dem Teekraut Epazote verfeinert.

Mit der Kolonialisierung bekamen tierische Produkte aus lokaler Viehzucht in der Ernährung einen großen Stellenwert. Auch heute noch prägen Schweine- und Rindfleisch oder Käse die traditionellen Gerichte wie Mole Poblano (in Gewürzsauce gegartes Fleisch).

Weltkulturerbe Mexikanische Küche

Aus diesem Grund ist die Mexikanische Küche als eine der wenigen Nationalküchen als „Immaterielles Kulturerbgut“ von der UNESCO seit 2010 offiziell anerkannt.

Damit wird jedoch nicht nur die traditionsreiche und geschichtsträchtige Funktion der Mexikanischen Küche anerkannt, sondern auch der bewusste Umgang mit Nahrungsmitteln und ihre Herstellung im Einklang mit der Natur. Dieser Aspekt ist auch uns besonders wichtig.

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Quellen:

Mexican Food 
Weltkulturerbe

Mag. Claudia Horacek

Über die Autorin

Essen am Arbeitsplatz – ein Thema, das für Claudia Horacek nicht nur Job, sondern Berufung ist. Nur wer sich richtig und gesund ernährt, kann im Beruf dauerhaft seine Leistung bringen. Dass dabei der Genuss nicht auf der Strecke bleiben darf, ist für die Ernährungswissenschaftlerin selbstverständlich.

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