Studie: Kinder essen lieber selbst angebautes Gemüse

Eine New Yorker Schule bot Schülern mittags Gemüse aus dem Schulgarten an

Wie bringt man Kinder dazu, sich gesund zu ernähren? Diese Frage stellen sich Eltern beinahe täglich. In den USA gibt es nun zwei neue interessante Studien dazu. Forscher der Cornell University und des Kinderspitals in Cincinnati haben unabhängig voneinander untersucht, was Kinder an Schulbuffets motiviert, zu gesünderem Essen zu greifen. Besonders spannend ist das Ergebnis der Cornell-Studie: „Wenn Kinder Gemüse selbst anbauen, essen sie es auch lieber“, fassen die Studienautoren zusammen. 

Beobachtet wurden 370 Schüler einer New Yorker High School, die einen eigenen Schulgarten mit Gemüsebeet betreibt. Das von Schülern angebaute Gemüse wurde gemeinsam mit anderen Salaten an der Salatbar angeboten. Dadurch stieg die Zahl der Schüler, die Salat wählten, auf das Fünffache. „Es ist nur eine kleine Studie, aber sie zeigt, dass Schulgärten einen Beitrag zur gesunden Ernährung von Kindern leisten können“, sagt der Leiter der Studie, Brian Wansink.

In einer Schule in Cincinnati probierten Experten etwas ganz anderes aus. Sie versahen gesunde Speisen mit einem grünen Smiley. Das kleine Symbol zeigte offenbar eine große Wirkung. Den größten Effekt hatte das Smiley bei der Milch – mehr als fünfmal so häufig wurde zu normaler Milch gegriffen und wesentlich seltener zu Kakaomilch. Aber auch bei der Wahl von Obst und Gemüse zeigte das grüne Smiley seine Wirkung. Verstärkt wurde der Effekt durch das Angebot eines „Power Plate“, also „Krafttellers“. Schüler erhielten eine kleine Belohnung, wenn sie sich für gesundes Essen entschieden. Binnen drei Monaten wurde das „Power Plate“ - Angebot mehr als dreimal so häufig gewählt. 

Quellen:

Studie der Cornell University

Studie des Kinderspitals in Cincinnati

Mag. Claudia Ertl-Huemer

Über die Autorin

Claudia Ertl-Huemer kennt ihren Geschäftsbereich wie ihre Westentasche. Kein Wunder, ist sie doch schon seit 1997 in den unterschiedlichsten Positionen für Kindergärten, Schulen und Senioren tätig. Dass sie nach wie vor mit Leidenschaft bei der Sache ist, macht sie aus – neben ihrer Erfahrung und ihrem Gespür. All das setzt sie mit Erfolg als Geschäftsfeldleiterin ein.

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