Wie kann man Lebensmittelabfälle vermeiden?

Lebensmittel sind sehr kostbar und sollten verwendet statt verschwendet werden. Damit das gelingt, muss man sich ab und zu an der eigenen Nase nehmen und kreativ werden. Allein in Österreich entstehen jedes Jahr rund 577.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle. Das sind Lebensmittel und Kosten, die praktisch im Müll landen und zudem noch Treibhausgase verursachen, die das Klima belasten.

Was kann man alles tun, um den Lebensmittelabfall so gering wie möglich zu halten? Im ersten Moment weiß man vielleicht nicht, wo man anfangen soll. Aus unserer Sicht gibt es aber drei Punkte, mit denen man gut starten könnte:

  • Planen und bewusst Einkaufen,
  • Essensreste kreativ Verwerten
  • Lebensmittel richtig lagern

Planung und bewusstes Einkaufen

Schreibt einen Einkaufszettel, damit ihr die benötigten Lebensmittel in passender Menge kauft.
Beim Einkaufen solltet ihr euch nicht von Angeboten und Großpackungen ablenken lassen! So gut es geht zu regionalen und saisonalen Produkten greifen.  Und natürlich, immer alles aufessen!

Zusatztipps: Wenn ihr einen Kochplan erstellt, ist auch der Einkauf der Lebensmittel besser planbar. Und unsere Erfahrung ist, dass dadurch euer Essen auch abwechslungsreicher wird. Ihr könntet außerdem von Zeit zu Zeit einen Reste-Küchen-Tag einplanen oder auf unserem Blog alte Rezepte zur Verwertung von Lebensmittelresten wiederentdecken.

Kreatives Verwerten von Essensresten

Wer beispielsweise etwas mit Brokkoli oder Karfiol kocht, kann aus dem Strunk eine schmackhafte Cremesuppe zubereiten. Generell eignen sich Suppen, Smoothies und Pizzabelag hervorragend zum Resteverwerten.
Nicht vom Mindesthaltbarkeitsdatum einschüchtern lassen! An Konsistenz, Farbe, Geruch und Geschmack erkennt man sehr schnell, ob ein Lebensmittel noch brauchbar ist oder nicht.

Zusatztipp: Bei der Urlaubsplanung an die übrig gebliebenen Lebensmittel  denken, und diese gegebenenfalls Freunden, Bekannten und Nachbarn schenken.

Hier zahlt es sich auf jeden Fall aus, kreativ und experimentierfreudig zu werden.

Die richtige Lagerung

Neue Lebensmittel eher ganz hinten im Kühl- oder Küchenschrank verstauen, damit die Älteren nicht in Vergessenheit geraten.
Den Kühlschrank effektiv nutzen:
Ganz oben und in der Tür ist es verhältnismäßig am wärmsten im Kühlschrank. Hier gehört alles rein, was relativ kälteunempfindlich ist: Einmachgläser, Säfte, Eier, Senftuben usw.
In der Mitte passen sehr gut Essensreste (immer abdecken!) und Milchprodukte.
Die Glasplatte über dem Gemüsefach ist am kältesten. Dort alles hin, was leicht verdirbt: Fleisch, Wurst und Fisch.
Dann bleibt natürlich noch das Gemüsefach übrig: Hier bitte nur die passenden Gemüse- und Obstsorten hinein (mehr dazu erfahrt ihr hier). Bei Sorten mit einem Stiel oder Grün (wie Karotten oder Radieschen) – erst das Grün weg und dann ins Fach! Tipps dazu, wie ihr das Grünzeug von Radieschen u.ä. zu köstlichen Gerichten verwerten könnt, findet ihr hier.

Zusatztipp: Wer ein Tiefkühlfach hat, kann das sehr gut für die Lagerung von zu viel gekochtem Essen, wie Curry, Suppe oder Eintopf verwenden.

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Dieser Artikel ist Teil unserer Serie zum Schwerpunkt „Ernährung & Klima“. In einer mehrjährigen Kooperation setzen sich Gourmet und die Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF Österreich für eine klimafreundliche Ernährung ein. Begleitend dazu servieren wir hier regelmäßig Informationen und Tipps, wie wir gemeinsam das Klima und die Umwelt schützen können.

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Martina Baumeister MSc

Über die Autorin

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Kommunikationsaktivität von Gourmet. Dass ihre Leidenschaft fürs Backen und fürs Gärtnern mit ihrer Berufung als Unternehmenssprecherin von Gourmet eine fantastische Melange ergeben, ist unschwer an der Begeisterung zu erkennen, mit der sie ihre Aufgaben bewältigt.

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