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WWF & GOURMET arbeiten zusammen für das Klima: Ein bärenstarkes Team

Was wir essen, wirkt sich nicht nur auf unser Wohlbefinden aus, sondern auch auf Umwelt und Klima. Daher haben wir mit der Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) eine mehrjährige Kooperation gestartet und setzen uns nun gemeinsam für eine klimafreundliche Ernährung ein. Die Zusammenarbeit läuft mittlerweile seit ein paar Monaten und es hat sich bereits viel getan.

Daher haben wir Frau Andrea Johanides (WWF Geschäftsführerin) und Herrn Herbert Fuchs (GOURMET Geschäftsführer) zum Interview gebeten:

1) Warum machen GOURMET & WWF gemeinsame Sache?

Frau Johanides:

Wir als WWF kämpfen für den Erhalt der Natur. Wir möchten die Artenvielfalt unserer Erde bewahren, eine nachhaltige Ressourcennutzung vorantreiben und die Umweltverschmutzung stoppen. Durch unser Engagement mit Gourmet möchten wir eine umwelt- und klimafreundliche Ernährung an den Arbeitsplatz, in die Kindergärten und in die Schulen bringen um gemeinsam unsere Umwelt zu schonen und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

„Klimafreundliche Ernährung für die Umwelt“

Herr Fuchs:
Wir möchten dazu beitragen, die Erde für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten. Die Zusammenarbeit mit der profilierten Naturschutzorganisation WWF inspiriert uns beim Klimaschutz zu neuen Ideen: zu besonders klimafreundlichen Speisen und Speiseplänen beispielsweise und zur ersten Kinderkochwerkstatt zum Thema Nachhaltigkeit.

"Mit gutem Gewissen täglich genießen"

Frau Johanides und Herr Fuchs beim Verkosten der klimafreundlichen Gerichte.

2) Was ist Ihr Lieblingsgericht und inwiefern ist es klimafreundlich?

Frau Johanides:
Mein absolutes Lieblingsgericht sind Krautfleckerl. Sie schmecken nicht nur herrlich frisch sondern sind auch ganz einfach mit regionalen und saisonalen Zutaten zuzubereiten. So werden Transportwege und damit auch Treibhausgase gespart. Da Krautfleckerl auch vegetarisch sind, kann man sie als wahre Klimaschoner bezeichnen. Denn unser viel zu hoher Fleischkonsum wirkt sich nicht nur schlecht auf unsere Gesundheit, sondern auch auf unser Klima aus.

Herr Fuchs:
Ich esse besonders gerne Fisch. Derzeit begeistert mich der BIO-Karpfen auf „serbische Art“ aus der Gourmet-Küche. Die Auswahl der Zutaten für dieses Rezept haben wir gemeinsam mit dem WWF-Team vorgenommen. Der Karpfen wurde in Österreich biologisch und artgerecht gezüchtet. Der Paprika für die leichte Sauce mit Paprikagemüse kommt von einem BIO-Bauern aus Niederösterreich.

3) Gibt es bereits konkrete Projekte? Und welches Projekt liegt Ihnen sehr am Herzen?

Frau Johanides:
Wir haben unsere Kooperation im Jänner 2016 gestartet und seitdem sind wir fleißig am Arbeiten. Obwohl ich überzeugt bin, dass alle gemeinsamen Projekte wichtig und wertvoll sind, liegt mir die gemeinsame Kinderkochwerkstatt besonders am Herzen. Kinder für Umweltschutz zu begeistern und ihnen von klein auf vorzuleben, wie nachhaltige Ernährung aussieht, ist unglaublich wertvoll. Für Mensch und Natur.

Herr Fuchs:
Liebe geht durch den Magen, sagt ein Sprichwort. Was spricht also dagegen, auch Begeisterung für den Klimaschutz mit gutem Essen zu wecken? Deshalb freut es mich besonders, dass unsere neuen klimafreundlichen Business-Menüs so gut schmecken.

4) Mit den klimafreundlichen Speisen können die Gäste von Gourmet auch das WWF-Flussprogramm unterstützen. Was können Sie uns dazu erzählen?

Herr Fuchs:
Wir möchten nicht nur klimafreundlich kochen und für das Thema sensibilisieren, sondern auch ein Herzensprojekt des WWF finanziell unterstützen. Deshalb spenden wir 20 Cent pro klimafreundliche Speise an den WWF. Mit Gourmet Mittag zu essen, hilft also gleich auf mehrfache Weise: durch klimaschonende Rezepturen und Zutaten, ressourcensparendes Kochen und eine Spende zur Rettung der österreichischen Flüsse.

„Flussschutz ist auch Klimaschutz“

Frau Johanides:
Das Alpenflüsseprogramm ist ein Herzstück des WWF, wir setzen uns für den Erhalt von natürlichen Flüssen und Bächen ein. Flussschutz ist auch Klimaschutz. Denn intakte Feuchtlebensräume wie Auwälder und Moore speichern eine große Menge an Kohlenstoff, sind wirkungsvoller Hochwasserschutz, wichtiger Natur- und Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen und liefern sauberes Trinkwasser. Aktuell sind nur 14 Prozent unserer heimischen Flüsse und Bäche ökologisch intakt. Bis 2027 haben wir uns das Ziel gesetzt, 100 Prozent unserer Gewässer in einen ökologisch wünschenswerten Zustand zu bringen.

5) Was ist Ihr persönliches Ziel bei der Zusammenarbeit?

Frau Johanides:
Mir persönlich ist es wichtig, Bewusstsein für das Thema Klimaschutz zu schaffen. Wir müssen jetzt gemeinsam aktiv werden und Klimaschutz leben. Die Kooperation soll aufzeigen, dass man auch mit kleinen Schritten seinen Teil zum Umweltschutz beitragen kann.

Herr Fuchs:
Mir ist es wichtig, dass wir mit dem WWF kulinarisch zeigen – ohne erhobenen Zeigefinger –  dass schon kleine Veränderungen beim täglichen Einkauf und Essen große Wirkung für den Klimaschutz haben können.

WWF & GOURMET bilden ein bärenstarkes Team: Gourmelino und der WWF-Panda in der Küche von Gourmet.

6) Ein Tipp, wie jeder einzelne von uns zum Klimahelden werden kann!

Frau Johanides:
„Bio-regional-saisonal“ – so lautet mein Tipp. Wer beim Einkauf von Lebensmitteln darauf achtet, dass die Produkte bio-zertifiziert sind, aus der Umgebung stammen und bei uns gerade Saison haben, tut schon viel fürs Klima. Denn so werden schädliche Pestizide vermieden, der Boden geschont und lange Transportwege entfallen. Ein guter Tipp ist auch das Schreiben von Einkaufslisten. So vermeidet man Impulskäufe von Produkten, die zu Hause dann vielleicht doch nicht gebraucht werden und unverbraucht im Müll landen.

Herr Fuchs:
Gesund essen und das Klima retten – das ist mein Tipp. Wer sich abwechslungsreich ernährt, tut bereits viel für den Klimaschutz. Unsere Ernährungsexperten empfehlen beim Mittagessen 1 bis max. 2 Mal pro Woche Fleisch, 1 Mal Fisch und ansonsten vegetarisch. Wenn wir unser Essen dann noch aus hochwertigen, heimischen Zutaten zubereiten – wie schon von Frau Johanides angesprochen – dann tun wir bereits viel für unser persönliches Wohlbefinden, für die Umwelt und das Klima.

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie zum Schwerpunkt „Ernährung & Klima“. In einer neuen Kooperation setzen sich Gourmet und die Naturschutzorganisation WWF für eine klimafreundliche Ernährung ein. Begleitend dazu servieren wir hier wöchentlich Informationen und Tipps, wie wir gemeinsam das Klima und die Umwelt schützen können.

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Martina Baumeister MSc

Über die Autorin

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Kommunikationsaktivität von Gourmet. Dass ihre Leidenschaft fürs Backen und fürs Gärtnern mit ihrer Berufung als Unternehmenssprecherin von Gourmet eine fantastische Melange ergeben, ist unschwer an der Begeisterung zu erkennen, mit der sie ihre Aufgaben bewältigt.

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