WWF TIPP: 4 Tipps gegen Lebensmittel-Verschwendung

Wie ein Einkaufszettel das Klima schützen kann

Ein Drittel aller Lebensmittel, die wir produzieren, landet im Müll. Dabei wäre ein Großteil davon vermeidbar: In Österreich fallen jährlich 577.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle in der Produktion, im Supermarkt, in der Gastronomie und auch im Haushalt an. Das bedeutet nicht nur viel verschwendetes Geld, sondern auch unnötige Treibhausgase! Was können Sie im eigenen Haushalt beachten und somit auch das Klima schützen?

1. Bewusst Einkaufen

Vor dem Einkaufen ist ein Blick in den Kühlschrank ratsam. Was ist da? Was muss bald weg? Überlegen Sie sich im Voraus, welche Lebensmittel Sie tatsächlich benötigen. Ein Einkaufszettel ist hier hilfreich.

2. Richtige Lagerung

Verstauen Sie neue Einkäufe im Kühl- und Küchenschrank am besten weiter hinten. Dadurch geraten ältere Lebensmittel nicht in Vergessenheit. Essensreste halten in luftdichten Behältern übrigens länger frisch. 

Einmachgläser mit verschiedenen Inhalten werden von einer Hand geschlossen.

3. Wissen um Haltbarkeit

Schmeißen Sie nicht gleich alles weg, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Viele Lebensmittel sind noch weit darüber hinaus genießbar. Bei heiklen und leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch und Fisch sollten Sie sich allerdings an das Ablaufdatum halten.

4. Kreative Verwertung

Kochen erlaubt Kreativität – verwerten Sie Reste die auf dem Teller oder beim Kochen zurückbleiben und kreieren Sie damit neue Gerichte. Auch überreife Früchte lassen sich weiterverarbeiten: Aus braunen Bananen mache ich beispielsweise Bananenbrot oder einen Smoothie. Altbackenes Brot kann zu Croutons oder Semmelbröseln verarbeitet werden. Ist das Brot noch nicht zu hart, kann man es im Backofen kurz aufbacken.  Allgemein eignen sich viele Reste auch zum Einfrieren und Wiederauftauen.

Weitere hilfreiche Tipps:
Bewusster Fischkonsum
Fleischkonsum unter der Lupe
Bunt durch den Herbst

Helene Glatter-Götz MSc

Über die Autorin

Wir können uns mehrmals täglich beim Essen entscheiden, welche Auswirkungen wir auf unsere Umwelt haben wollen. Um das zu vermitteln, arbeitet Helene Glatter-Götz bei der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF. Dort unterstützt sie mit viel Elan und Feingespür große Unternehmen der Lebensmittelbranche auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.

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