Unscheinbare Kraftspender: Einfache Rezepte mit Wurzelgemüse

Zugegeben: Rein optisch betrachtet ist Wurzelgemüse kein Hingucker. Vor allem, wenn es im Gemüseregal neben leuchtend roten Paradeisern oder buntem Paprika liegt. Deshalb werden die unscheinbaren Knollen und Rüben oft unterschätzt. Wir holen sie vor den Vorhang und haben Rezeptideen, wie ihr Wurzelgemüse zu köstlichen Gerichten verarbeiten könnt.

Wurzelgemüse ist ein wahrer Alleskönner

Zu Wurzelgemüse zählen unter anderem:

  • Karotten
  • Kartoffeln
  • Knollensellerie
  • Pastinaken
  • Petersilienwurzeln
  • Rettiche
  • Rote Rüben
  • Schwarzwurzeln
  • Süßkartoffeln
  • Topinambur

Mit dem umgangssprachlichen Begriff Wurzelgemüse sind essbare Speicherwurzeln gemeint, die vorwiegend unter der Erde wachsen. Wie der Name bereits verrät, speichern sie zahlreiche Nährstoffe und liefern damit wichtige Vitamine und Mineralstoffe für die kräfteraubende Winterzeit. Doch auch sonst haben sie viel zu bieten: Sie sind vielseitig im Geschmack und dadurch in der Küche vielfältig einsetzbar. Trocken und kühl können sie außerdem lange gelagert werden.

Aus dem Boden auf den Teller

Heimisches und saisonales Gemüse ist als Zutat immer eine gute Entscheidung. Doch während wir bei Kartoffeln oder Karotten stets eine Rezeptidee parat haben, sieht die Sache bei weniger bekannten Wurzelgemüse-Sorten etwas anders aus: So greifen wir beim Einkauf dann doch wieder zu Altbekanntem. Das haben Topinambur & Co. nicht verdient – wie wäre es, wenn nächstes Mal eines dieser schnellen und einfachen Wurzelgemüse-Rezepte auf euren Tellern landet?

Schnelle Pastinaken-Pommes

Petersilienwurzeln und Pastinaken sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Hat das Gemüse einen etwas „eingesunkenen“ Blattansatz und einen dickeren Kopfteil, handelt es sich um die Pastinake. Ihr seid euch trotzdem noch nicht sicher, was ihr in den Händen haltet? Dann riecht einfach daran: Die Petersilienwurzel duftet nach Petersilie, die Pastinake hingegen süßlich.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Pastinaken
  • 2 El Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Weitere Gewürze und Kräuter nach Wahl (z.B. Paprikapulver und Thymian)

Zubereitung:

  1. Backofen auf 220 Grad vorheizen.
  2. Pastinaken schälen und in grobe Stifte schneiden.
  3. Olivenöl mit Salz, Pfeffer und den restlichen Gewürzen und Kräutern vermengen und die Pastinaken unterheben, sodass sie von allen Seiten gut mit der Ölmischung bedeckt sind.
  4. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca. 30 Minuten backen. Nach 15 Minuten einmal wenden.
  5. Kurz abkühlen lassen und servieren.

Tipp: Die Pastinaken-Pommes schmecken besonders gut, wenn man sie kurz vor Ende der Backzeit mit Parmesan bestreut.

Topinambur-Puffer

Topinambur ist gesund, kalorienarm und sowohl roh als auch gekocht verwendbar. Sie ist somit ein echter Allrounder und macht der Kartoffel ernsthafte Konkurrenz.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Topinambur
  • 1/2 Zwiebel
  • Olivenöl
  • 1 Ei
  • 1 EL Mehl (glatt)
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Topinambur waschen, schälen und grob reiben. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
  2. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Zwiebel darin anbraten und auskühlen lassen.
  3. Währenddessen Topinambur mit dem Ei und dem Mehl in einer Schüssel vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Dann die angebratenen Zwiebeln unterheben und die Masse kurz ruhen lassen.
  4. Wieder Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Je einen Esslöffel der Topinambur-Masse hineingeben und andrücken. Von beiden Seiten ca. 5 Minuten anbraten.
  5. Auf einem Blatt Küchenrolle abtropfen lassen und servieren.

Tipp: Zu den Topinambur-Puffern passt ein Kräuter-Dip.

Schwarzwurzel-Pasta

Die Schwarzwurzel wird auch „Winterspargel“ genannt. Auch wenn sie geschmacklich nur entfernt an Spargel erinnert, lässt sie sich mit ihrem würzigen, nussartigen Aroma mindestens genauso gut in diversen Gerichten einsetzen. Da beim Schälen der Stangen ein dickflüssiger Saft austritt, sollten Gummihandschuhe getragen werden. Alternativ können die Stangen aber auch rund 30 Minuten gekocht und mit kaltem Wasser abgeschreckt werden. Dann könnt ihr die Schale einfach abziehen.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 300 g Schwarzwurzeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 100 ml Gemüse- oder Rindssuppe
  • 150 g Schlagobers
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 200 g Pasta nach Wahl
  • 2 EL Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie)
  • 2 EL Parmesan

Zubereitung:

  1. Schwarzwurzeln waschen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehen in feine Würfel schneiden.
  2. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und zuerst die Zwiebelwürfel, dann den Knoblauch darin glasig braten. Anschließend die Schwarzwurzelscheiben in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze einige Minuten mitbraten lassen. Die Suppe und den Schlagobers hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  3. Währenddessen die Pasta in Salzwasser al dente kochen.
  4. Die fertig gekochte Pasta unter die Schwarzwurzel-Sauce mischen und die Kräuter beimengen.
  5. Auf einen Teller geben, mit Parmesan bestreuen und servieren.

Tipp: Damit die Schwarzwurzeln nach dem Schälen ihre weiße Farbe behalten, könnt ihr sie in Zitronenwasser einlegen.

Gourmet wünscht euch viel Spaß beim kulinarischen Wurzel schlagen!

 

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Martina Baumeister MSc

Über die Autorin

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Kommunikationsaktivität von Gourmet. Dass ihre Leidenschaft fürs Backen und fürs Gärtnern mit ihrer Berufung als Unternehmenssprecherin von Gourmet eine fantastische Melange ergeben, ist unschwer an der Begeisterung zu erkennen, mit der sie ihre Aufgaben bewältigt.

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