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8 Tipps für Äpfel: So bleiben sie länger saftig

In der Obstschale werden Äpfel schnell trocken und schrumpelig.

Äpfel sind monatelang haltbar, heißt es. Daheim in der Obstschale sieht die Sache aber meist anders aus: Am Küchentisch in Szene gesetztes Obst mag zwar dekorativ sein, lange haltbar ist es leider nicht. Warum das so ist und wie Äpfel auch ohne der speziellen Schutzatmosphäre großer Lagerhallen lange frisch und saftig bleiben, lesen Sie in unseren acht Tipps:

Äpfel mögen es kühl

Die optimale Lagertemperatur für Äpfel liegt je nach Sorte zwischen +2 und +4°C – gerade kleine Mengen eignen sich daher perfekt für eine Aufbewahrung im Kühlschrank. Wer ganze Kisten mit Äpfeln über den Winter bringen möchte, kann mit den Früchten in den kühlen Keller ausweichen.

Im Sackerl lassen

Richtig gelesen: Äpfel, die im typischen Foliensackerl gekauft wurden, lässt man am besten auch für die Lagerung im Kühlschrank darin. Der Grund dafür ist der Gasaustausch, der beim Reifeprozess der Früchte stattfindet. Diese „Atmung“ der Äpfel wird im Großlager durch eine kontrollierte Atmosphäre verhindert. Ein Foliensackerl hat einen ähnlichen Effekt – ideal ist eine dünne, gelochte Folie.

Feuchtigkeit

Durch die Verdunstung werden Äpfel schnell schrumpelig und trocken. Um das zu verhindern, wird bei der Langzeitlagerung eine Luftfeuchtigkeit von rund 90 Prozent gehalten. Wer seine Wohnung nicht unbedingt in ein kühles Dampfbad verwandeln will, greift daheim deshalb besser zum schon beschriebenen Foliensackerl, das ebenfalls hilft, die Verdunstung gering zu halten. Bei einer Aufbewahrung im Keller kann es hilfreich sein, ab und zu den Boden zu befeuchten.

Unverletzte Früchte

Äpfel bleiben länger frisch, wenn die Schale keine Risse, Löcher oder starke Druckstellen hat.

Sauer macht haltbar

Ist der Apfel einmal angeschnitten, hilft Säure dabei, braune Stellen zu vermeiden. Am besten direkt nach dem Schneiden mit frischer Zitrone beträufeln oder in Zitronenwasser einlegen.

Äpfel bleiben lieber unter ihresgleichen

Schuld daran ist Ethylen, ein Gas, das den Reifeprozess beschleunigt und vom Apfel in vergleichsweise großen Mengen abgegeben wird. Damit wird auch der Reifeprozess bei benachbartem Obst und Gemüse beschleunigt. Auch andere Früchte – etwa Bananen – geben Ethylen ab. So dekorativ die klassische gemischte Obstschale ist, so wenig haltbar ist sie auch.

Kein dichtes Gedränge

Gerade bei der Aufbewahrung größerer Mengen sollten Äpfel besser in nur einer Schicht nebeneinander liegen, um Druckstellen und Verletzungen zu vermeiden. Gut geeignet sind mit Karton oder Zeitungspapier ausgelegte, flache Kisten, die sich stapeln lassen.

Sortenwahl

Säuerliche Sorten mit dickerer Schale eignen sich grundsätzlich besser für eine längere Aufbewahrung. Dazu zählen etwa Granny Smith, Fuji oder Topaz. Äpfel der Sorte Golden Delicious sollten schneller gegessen werden. 

Markus Stacherl

Über den Autor

Essen soll gesund sein, hervorragend schmecken und noch dazu gut aussehen. Kindern schmecken zudem andere Gerichte als Erwachsenen oder Senioren. Ach ja, und abwechslungsreich muss es sowieso sein – wer isst schon gerne täglich das gleiche? Markus Stacherl ist der Mann in der Entwicklungsküche von Gourmet – und der kreative Kopf, der dafür sorgt, dass der Nachschub an schmackhaften, gesunden Gerichten nie endet.

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