Alles Pasta, oder was? Der Geschmack Italiens und warum Nudeln glücklich machen

 

Wer hat sie eigentlich erfunden, die Nudeln?

China und Italien stritten lange, wer sich Erfinder der Teigwaren nennen  darf. 2005 kam dann die Gewissheit: in China wurde bei Ausgrabungen ein rund 4.000 Jahre alter Topf mit Nudeln gefunden. Und damit pasta! Hat also Italien das Nudelmachen von China geklaut? Wohl eher nicht. Vielmehr ist diese Erfindung unabhängig an mehreren Orten gleichzeitig gelungen. In Italien selbst gilt Sizilien als „Herkunftsort“ der Pasta . Dort wurden schon im 12. und 13. Jahrhundert Teigfäden an der Sonne getrocknet.

Was macht sie so besonders, die Teigwaren?

Sie lieben Pasta? Damit sind Sie nicht alleine! Sie lässt sich schnell zubereiten und an jeden Geschmack anpassen. Teigwaren gelten als Glücksspender und Gehirnnahrung, da sie viele Kohlenhydrate enthalten. Pasta besteht aus Hartweizen, der einen hohen Anteil an Klebereiweiß (Gluten) hat. So wird der Teig, der nur mit Wasser und Salz angerührt wird, ohne jegliches Bindemittel zusammengehalten. In Italien sind 300 verschiedene Pastaformen bekannt.

Bandnudeln nach der Zubereitung auf einem mehligen Holzbrett

Der Klang Italiens in unseren Ohren

Pasta wird in drei Kategorien eingeteilt:

  • Pasta corta: kurze Nudeln, wie typische Suppennudeln, aber auch Penne
  • Pasta lunga: lange Nudeln, wie Spaghetti, Linguine und Tagliatelle
  • Pasta ripiena: gefüllte Teigtaschen, hier sind Ravioli und Tortellini sicherlich die bekanntesten

Perfekte Vereinigung: Welche Sauce zu welcher Form?

Sie wollen heute vegetarisch, morgen mit Fleisch und freitags mit Fisch? Kein Problem bei einem so wandlungsfähigen Rohstoff wie der Pasta! Beachten Sie bei der Zubereitung folgenden (italienischen) Rat - Pasta darf nur in klaren Suppen schwimmen, weiters  gilt: die Sauce sollte mengenmäßig so bemessen sein, dass die jeweilige Form die Sauce völlig aufnimmt. Also, je flüssiger die Sauce, desto aufnahmefähiger und hohler die Form!

Lange oder breite Nudeln, wie Pappardelle, Fettuccine, Tagliatelle oder Farfalle entfalten ihre Besonderheit durch sämige Saucen mit Pilzen, Tomatenstückchen oder Käse, aber auch Fleischsaucen. Kurze Nudeln wie Penne oder Rigatoni passen zu Saucen mit Gemüsestückchen, wie Penne verdure. Sie schmecken  aber auch mit dickflüssigen Käse- oder Sahnesaucen außergewöhnlich gut. Lange, dünne Nudeln, wie Linguine oder Spaghetti, lieben Pesto oder elegante Begleiter wie Tomate-Basilikum, Meeresfrüchte (frutti di mare), Carbonara (Speck, Käse & Eier) oder Knoblauch-Öl-Saucen (Aglio e olio). Burro e salvia (Salbeibutter) passt zu allen Pastasorten.

Winterrezept für Pasta

Im Winter lässt uns Pasta mit Walnuß-Ricotta-Sauce oder eine Fleischsauce mit einem Hauch von Zimt dahinschmelzen. An besonders kalten Tagen mit fordernder körperlicher Arbeit können wir unsere Energiereserven mit  einer cremigen Quattro Formaggi auftanken.

Tipps für Zuhause

  • ​Pasta hält sich bis zu drei Jahre.
  • Pro 100 g Nudeln rechnet man einen Liter kochendes Wasser.
  • Je nach Dicke benötigen sie zwischen vier und zwölf Minuten Kochzeit.
  • Eine gute Nachricht für Menschen mit Glutenunverträglichkeit: Pasta gibt’s auch aus Mais, Reis, roten Linsen, Buchweizen oder Hirse.

Quellen

Pasta: wer hat sie erfunden?

Warum Pasta glücklich macht und mehr über die richtige Zubereitung erfahren Sie hier! 

Markus Stacherl

Über den Autor

Essen soll gesund sein, hervorragend schmecken und noch dazu gut aussehen. Kindern schmecken zudem andere Gerichte als Erwachsenen oder Senioren. Ach ja, und abwechslungsreich muss es sowieso sein – wer isst schon gerne täglich das gleiche? Markus Stacherl ist der Mann in der Entwicklungsküche von Gourmet – und der kreative Kopf, der dafür sorgt, dass der Nachschub an schmackhaften, gesunden Gerichten nie endet.

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