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Ich bin dann mal vegetarisch!

Fleisch essen - ja oder nein? Jugendliche und ihre Essgewohnheiten im Wandel

Wenn Kinder älter werden, ändern sich häufig auch ihre Essgewohnheiten. Viele Jugendliche probieren etwa eine vegetarische Ernährung aus, wissen aber meist nicht, was es dabei zu beachten gilt. Hier ein paar Tipps und Tricks, wie man Mangelernährung bei jungen Vegetariern am besten vermeidet.

Vom Pudding- zum Allroundvegetarier

Es gibt sie tatsächlich: die berühmt berüchtigten Puddingvegetarier. Eines wollen sie auf keinen Fall mehr: Fleisch essen! Doch wie sie dieses Vorhaben genau umsetzen wollen, ist ihnen noch nicht ganz klar. Daher wird zu Beginn eher auf Junk Food ausgewichen: Pommes, Chips, Gemüseburger – und eben Pudding. „Und was soll ich nun kochen?“, lautet dann die oft verzweifelte Reaktion betroffener Eltern. Kein Problem! Bewahren Sie Ruhe, denn mit ein paar einfachen Tipps sind Sie für die neue Situation bestens gewappnet.

Ja, es gibt sie wirklich: die berühmt berüchtigten Pudding-Vegetarier.

Hilfe, wo ist das Eiweiß?

Die Palette der Nahrungsmittel, die für die Ernährung Ihres Kindes noch in Frage kommt, ist dennoch vielfältig. Es fehlen ja lediglich Fleisch und Fisch – sofern es nicht vegan sein soll. Das Eiweiß tierischer Lebensmittel lässt sich grundsätzlich sinnvoll durch pflanzliche Lebensmittel ersetzen. Variieren Sie etwa die verschiedensten Hülsenfrüchte: Sie bieten in Kombination ein ausgewogenes Aminosäureprofil (= Bestandteile von Eiweiß). Oder kochen Sie rote Bohnen mit Mais, Kichererbseneintopf mit Linsen oder Räuchertofu, Kartoffeln mit Eiern verfeinert (sofern diese nicht ebenfalls vom Speiseplan verbannt wurden) oder Getreidebrei mit Milch (wie etwa beim warmen Frühstück mit Porridge). Dazu passen auch allerlei Gemüse- und Kräutersorten. Sie sehen: Ob Eintopf, Linsen-Laibchen oder Hirse-Tofubällchen, die vegetarische Küche bietet so viel Abwechslung, dass Ihnen nicht langweilig werden kann. Außerdem landen so nicht nur hochwertiges Eiweiß, sondern auch genügend Ballaststoffe und Kohlenhydrate auf dem Teller – und im Magen Ihres Nachwuchses.

So funktioniert Salat, der allen schmeckt

Hochwertiges Fett erhält der Körper außerdem durch kaltgepresste Öle wie Lein-, Hanf-, Distel-, Traubenkern- oder Olivenöl. Und auch bei der täglichen Portion Salat können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Peppen Sie das Dressing zum Beispiel mit Lein- oder Hanfsamen, Avocadostückchen, schwarzem/weißem Sesam oder einem Nussmus (Mandelmus) auf. 

Und was ist mit dem Eisen?

Auch hier besteht in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Denn wussten Sie, dass Eisen besser in körpereigene Zellen aufgenommen wird, wenn Sie es zusammen mit Vitamin C zu sich nehmen? Und zwar tatsächlich gleichzeitig. Machen Sie dem jungen Vegetarier warmes Müsli aus Hirseflocken und getrockneten Marillen schmackhaft, gewürzt mit einer Prise Kardamom und Zimt. Dazu ein Glas frisch gepresster Orangensaft. Vielleicht mischen Sie auch einfach roten Rübensaft mit Orangen- bzw. Sanddornsaft oder einen Rohkostsnack aus rohem Paprika mit viel frischer Petersilie. Dem Experimentieren sind keine Grenzen gesetzt! Denn gesund ist diese Küche nicht nur für die angehenden Vegetarier, sondern für die ganze Familie. Sie werden sehen: Im Handumdrehen sind Sie ein Profi!

Ein Müsli mit getrockneten Früchten ist für jugendliche Vegetarier das perfekte Frühstück.

Übrigens: Auch wir bei Gourmet verwöhnen unsere jungen Gäste gerne mit vegetarischen Köstlichkeiten wie Gemüsebällchen in Sesampanade mit Couscous oder Erdäpfelpüree, Kichererbsen-Eintopf mit Tomaten, Zucchini und orientalischen Gewürzen, Gemüsecurry, Zartweizenrisotto, Bio-Kartoffel-Gemüseauflauf, Gemüsepalatschinken oder Pizza-Tofubällchen.

Quellen:

So können sie Ihren Eisenbedarf decken!​

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Mag. Helga Cvitkovich-Steiner

Über die Autorin

Helga Cvitkovich-Steiner ist Produkt- und Marketingmanagerin aus Leidenschaft. Gemeinsam mit ihrem Team kümmert sie sich um das Angebot für Kindergärten, Schulen und Senioren. Dass sie als dreifache Mutter weiß, wie sie viele Dinge unter einen Hut bringt, kommt ihr im Job entgegen. Als Schnittstelle zur Außendienstmannschaft und internen Abteilungen lebt sie ihre kommunikative Ader mit Begeisterung aus.

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