Der Faschingskrapfen hat viele Variationen

Der wohl bekannteste Faschingsschmaus in Österreich ist der Faschingskrapfen. Der ist nicht nur bekannt, sondern schmeckt so ziemlich jedem. Traditionell ist er mit Marmelade befüllt. Es wagen sich aber auch viele an Variationen beispielsweise mit Vanillepudding oder Nougat gefüllt. Doch wie sieht der Faschingskrapfen in anderen Ländern aus, die den Fasching ebenso prächtig und bunt zelebrieren wie wir? Wir sind der Frage auf den Grund gegangen und haben spannende Variationen vom beliebten „Faschingskrapfen“ gefunden. Was aber alle gemeinsam haben – sie schmecken hervorragend!

Churros am Karneval in Santa Cruz Tenerife in Spanien
Churros sind ein traditionelles Gebäck in Spanien, das eigentlich das ganze Jahr über gegessen wird. Doch besonders typisch sind sie für den Karneval von Santa Cruz de Tenerife, dem zweitgrößten der Welt, wo die süßen Köstlichkeiten an zahlreichen Verkaufsständen angeboten werden. Ihre Form ist im Gegensatz zu unserem Faschingskrapfen länglich mit sternförmigem Querschnitt und mit Zucker und Zimt bestreut. Gegessen werden die Churros mit den Fingern aus einer Papiertüte. Genau richtig, um währenddessen das bunte Karnevaltreiben zu verfolgen.

Unser Tipp zum Aufpeppen: Churros in Schokosauce tunken!

Le Chiacchiere, eine Karnevalspezialität in Italien
Das wortwörtlich übersetzte „Geschwätz-Gebäck“ wird auf dem gesamten italienischen Stiefel zur Karnevalszeit gegessen. Zubereitet wird es in den unterschiedlichsten Formen und Größen, wie zum Beispiel als Quadrat, Raute, Rechteck, Knoten oder gedreht. Damit jedoch der charakteristische Zackenrand gegeben ist, wird zum Ausschneiden ein Teigrädchen verwendet. Wer das knusprig, gebratene Gebäck gerne kosten möchte, sollte das unbedingt am Karneval in Venedig tun – dort ist es in jeder noch so engen Gasse zu finden.

Unser Tipp zum Aufpeppen: in Honig oder Schokoladensauce tunken!

Bugnes – das Karnevalgebäck aus Lyon
In Frankreich wird neben den bekannten Crêpes das Karnevalgebäck Bugnes gegessen. Es wird, wie der Faschingskrapfen in Deutschland, unterschiedlich genannt: Im Süd-Westen heißen sie Merveiles, was übersetzt „Wunder“ heißt und in der Provence Oreillettes, was so viel wie „kleine Ohren“ bedeutet. Doch egal welche Bezeichnung von den Franzosen verwendet wird, sie backen alle nach einem ähnlichen Rezept. Auch im Aussehen haben sie eine wiedererkennbare rautenförmige Form mit einem kleinen Loch in der Mitte.

Was das Gebäck von anderen unterscheidet, ist neben ihrem fluffigen Geschmack, der Duft. Bei der Zubereitung wird nämlich gerne etwas Orangenblüten-Wasser hinzugefügt.  



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Mag. Claudia Horacek

Über die Autorin

Essen am Arbeitsplatz – ein Thema, das für Claudia Horacek nicht nur Job, sondern Berufung ist. Nur wer sich richtig und gesund ernährt, kann im Beruf dauerhaft seine Leistung bringen. Dass dabei der Genuss nicht auf der Strecke bleiben darf, ist für die Ernährungswissenschaftlerin selbstverständlich.

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