Getreidekunde: Mais

Mais hat geschmacklich unglaublich viele Seiten und ist vielseitig einsetzbar: Als nahrhafte Polenta, als saftiger Maiskolben beim Grillen mit der Familie, als Popcorn für euer spannendes Kinoerlebnis oder als Maisstärke in Kuchen oder glutenfreien Speisen. In Afrika und Südamerika gehört er deshalb nicht umsonst zu den Haupt-Nahrungsmitteln. In Europa spielt er als Nahrungsmittel eher eine untergeordnete Rolle. Allein vom Zuckermais, den man sogar roh essen könnte, gibt es über 300 bekannte Sorten. Global gesehen ist der Mais das am häufigsten angebaute Getreide.

Mais enthält einen hohen Anteil an Ballaststoffen, die die Verdauung unterstützen. Außerdem hat er viele Vitamine von A bis E (ohne D) und eine Vielzahl an Mineralstoffen, wie Eisen, Kalium, Zink und Kalzium. Frisch vom Feld sind die meisten Nährstoffe enthalten. Und noch etwas spricht für den frischen Verzehr: Je jünger der Mais ist, desto süßer schmeckt er. So lieben ihn auch meist die Kinder. Stück für Stück wird der Zucker dann in Stärke umgewandelt und so verliert der Mais mit der Zeit seine Süße.

Glutenfreie Alternative zu Weizen & Co

Übrigens: Weil Mais kein Gluten enthält, ist er auch für Menschen mit Zöliakie geeignet. Wir setzen deshalb Maisstärke neben Vollkorn-Reismehl bei unseren glutenfreien Klassikern ein, wie beispielsweise gebackenes Schnitzel, Marillenpalatschinken oder Weichsel-Schmarren. Auch köstliche Kuchen lassen sich daraus machen.

Mais wird aber nicht nur als Nahrungs- und Futtermittel eingesetzt.  Aus den Körnern kann auch Speiseöl gewonnen werden. Sogar in süßen Limonaden findet sich Mais. Außerdem wird daraus Biokraftstoff hergestellt, was vielerorts für Kritik sorgt. Der verarbeitete Mais dient auch als Grundlage zur Tablettenherstellung in der Pharmazie und das Maisöl ist in vielen Haut- und Körperpflegemitteln enthalten. Maisstärke wiederrum ist der Ausgangsstoff für Biokunststoffe, wie essbares Geschirr und natürlich-abbaubares Füllmaterial. Aus den Ernteresten wird Ölbindemittel gewonnen und aus speziellen Maiskolben kann man sogar Tabakpfeifen schnitzen. Die weiblichen Griffel (Teil der Blüte) benutzen Indianer in Peru auch als Rauschmittel..

Bei diesen vielen Möglichkeiten der Verwertung wundert es dann auch nicht mehr, dass jährlich weltweit über eine Milliarde Tonnen Mais geerntet werden.

Quellen:

Gesundheit: Mais
Wikipedia: Mais  
Lebensmittellexikon

Auch interessant:

Geschmackswunder Zucchini
Rollgerste
Bio-Buchweizenauflauf-Rezept

Titelbild: Africa-Studio/shutterstock

Martina Baumeister MSc

Über die Autorin

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Kommunikationsaktivität von Gourmet. Dass ihre Leidenschaft fürs Backen und fürs Gärtnern mit ihrer Berufung als Unternehmenssprecherin von Gourmet eine fantastische Melange ergeben, ist unschwer an der Begeisterung zu erkennen, mit der sie ihre Aufgaben bewältigt.

Zurück