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Warum Sie ausreichend essen sollten, wenn Sie abnehmen wollen

Tipp 2 von Ernährungscoach Christina Lachkovics-Budschedl

Kennen Sie das Gefühl, wenn sich nach einer Diät viel zu schnell der gefürchtete Jojo-Effekt einstellt? Aber noch weniger zu essen, erscheint unmöglich. Trotzdem ist die Hose wieder zu eng und das Kleid sitzt zu streng. Machen Sie dann nicht den größten aller Ernährungsfehler: Essen Sie nicht zu wenig! Das klingt aufs Erste vielleicht seltsam. Aber wenn man zu wenig isst, wird unser Körper nicht ausreichend mit Energie versorgt. Und man nimmt trotzdem nur kurzfristig ab. Langfristig führt weniger Nahrung kaum zu weniger Gewicht. Stattdessen: Essen Sie richtig!

Die Diätindustrie am besten ignorieren

Die meisten Diäten am Markt arbeiten einfach nur mit einer sehr stark reduzierten Energiezufuhr. Das bedeutet, einfach viel weniger zu essen, als der Körper Energie verbraucht. Alles andere wie diverse Produkte, Systeme, exotische Rezepte oder Apps dienen nur dazu, sich von den anderen abzuheben.

Auch Kohlenhydrate sind nicht die Wurzel allen Übels. Nach monatelanger Diät mit zu wenig Nahrung oder nur Gemüse- und eiweißhalten Speisen legt man meist schnell wieder an Gewicht zu. Denn wer hält es schon auf Dauer durch, so einseitig und kalorienreduziert zu essen. In der Realität wird der Erfolg immer unwahrscheinlicher. Zurück bleiben meist nur ein beleidigter Darm, ein Blähbauch, Probleme bei der Verdauung oder Unverträglichkeiten.

Einige Birnen

Wenig Nahrung – wenig Gewicht: Diese Rechnung geht nicht auf

Haben Sie gewusst, dass 1 kg Körperfett ganze 7000 kcal speichert? Damit Sie also ein ganzes Kilo Körperfett aus Ihrem Depot entfernen können, müssen Sie 7000 kcal einsparen oder durch Bewegung zusätzlich verbrennen.

Beispiel Nummer 1: Dauerlauf
Bei 1 Stunde Dauerlauf mit mittlerer Intensität verbrauchen Sie ca. 550 kcal. Gehen Sie täglich 1 Stunde laufen, schaffen Sie einen Verbrauch von ca. 3850 kcal in der Woche. Damit wäre ein halber Kilo Körperfett geschafft. Allerdings nur, wenn es gelingt, vernünftig zu essen - trotz stärkerem Hunger durch das Training.

Beispiel Nummer 2: Weniger essen
Eine Frau mit einem durchschnittlichen Stoffwechsel verbraucht ca. 2000 kcal am Tag. Der Grundumsatz – das ist der Energiebedarf, um sämtliche Organe wie Gehirn, Herz usw. zu versorgen, liegt bei ca. 1400 kcal. Wenn Sie also eine der üblichen Diäten mit 1000 kcal oder deutlich weniger am Tag machen, sparen Sie in einer Woche tatsächlich 7000 kcal ein, und damit ein ganzes Kilo Körperfett.

Aber eine Energiezufuhr von 1000 kcal pro Tag ist für den Körper viel zu wenig. Daher passiert Folgendes: Er beginnt sich anzupassen, fährt die Leistung Schritt für Schritt herunter, um mit der geringen Menge an kcal durchzukommen. Und wenn sich das System nach einiger Zeit angepasst hat, kann man trotz strenger Diät nicht mehr abnehmen. Da hilft auch kein zusätzliches Sportprogramm. Greift man dann an einem Tag wieder kräftig beim Essen zu, wird die Energie in Form von Fett wie ein Schwamm aufgesaugt – der gefürchtete Jojo-Effekt tritt ein. Dazu kommt: Bei jeder Diät verlieren Sie immer mehr Ihr normales Essverhalten.

Abmessen des Bauchumfangs

Abnehmen, aber richtig und nachhaltig

Wir können trotzdem etwas gegen das Übergewicht und die Unzufriedenheit mit unserem Körper tun. Fahren Sie die Kraftwerke in Ihrem Körper durch richtige Ernährung wieder hoch. Essen Sie rechtzeitig, regelmäßig und ausreichend. Gut versorgt und unterstützt durch etwas Sport bringt man die Zellen und damit den Stoffwechsel wieder in Schwung. Man fühlt sich fitter und Sie sind am besten Weg zu Ihrem Wohlfühlgewicht.

Ernährungswissenschaftlerin Christina Lachkovics-Budschedl präsentiert auf dem Gourmet-Blog einfache Tipps für eine gesündere Ernährung.

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Mag. Christina Lachkovics-Budschedl

Über die Autorin

Sich richtig zu ernähren, ist einfach. Christina Lachkovics-Budschedl hat es sich zur Aufgabe gemacht, das oftmals künstlich verkomplizierte Thema Ernährung wieder zu vereinfachen. Sie ist überzeugt davon: Nicht das Leben muss sich an die Ernährung anpassen, sondern umgekehrt. Mit viel Verständnis, Erfahrung und Gefühl bringt Christina Lachkovics-Budschedl Menschen wieder auf den richtigen Kurs.

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