Radieschen – die gesunde Frühlings-Knolle


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Radieschen können bereits ab März im Freien ausgesät werden. Sie sind das erste Frühlingsgemüse, das nach dem Winter reif wird und uns als knackiger Snack hilft, fit in den Sommer zu starten. Sie sind nicht nur eine Kraftquelle, sondern auch ein Blickfang auf Jausenbroten und in Salat-Kreationen.

Mehr als nur rot und rund

Radieschen müssen nicht immer rot und rund sein. Einige Sorten weichen vom Standard ab und sind weiß bis violett und flach-rund bis länglich-oval. Die Sorten „Flamboyant“ und „Eiszapfen“ erinnern mit der länglich bis spitzen Form eher an Rettich. Kein Wunder, denn Radieschen sind eng mit Rettich verwandt. Radieschen sehen aber nicht nur gut aus. Der hohe Gehalt an Vitamin C, Folsäure und Kalium machen sie zu echten Vitaminstars. Den scharfen Geschmack verdanken sie dem Senföl, das sich beim Schneiden und Abbeißen bildet. Es dient eigentlich als Abschreckung vor Feinden, uns schadet es nicht – im Gegenteil: Senföl stärkt unser Immunsystem und wirkt im Mund und Magen-Darm-Trakt antibakteriell.

Der Name „Radieschen“ stammt übrigens vom lateinischen Wort „radix“ und bedeutet Wurzel. Radieschen zählen zur Familie der Kreuzblütengewächse und etablierten sich im 16. Jahrhundert. Von der französischen Küche aus verbreiteten sie sich nach und nach in ganz Europa.

Radieschen sind nicht immer nur rot und rund. Sie können verschiedene Farben und Formen haben. Manche Sorten sehen Rettich sehr ähnlich.

Kinderleichte Ernte

Die knackige Frühlingsknolle eignet sich besonders gut für wenig erfahrene Gärtner. Sowohl das Säen als auch das Ernten ist unkompliziert. Kinder haben mit Radieschen eine besondere Freude, weil sie so schnell wachsen. Schon nach drei bis vier Wochen können die Ergebnisse bestaunt und gekostet werden.

Tipps für Lagerung & Zubereitung

  • Radieschen genießt ihr am besten frisch und saisonal. Lasst beim Kauf die Finger von welken Blättern und greift zu frischen und festen Knollen. In Österreich erhaltet ihr dieses Kreuzblütengewächs von April bis Oktober.
  • In einem feuchten Tuch im Kühlschrank bleiben Radieschen 2 – 3 Tage frisch. Schneidet die Blätter vorab bis auf einen Zentimeter ab, denn sie entziehen der Knolle Wasser und beschleunigen so das Welken. Tipp: Die Blätter können wie Spinat zubereitet oder zu einem Pesto verarbeitet werden. Mehr dazu finden ihr hier.
  • Und keine Sorge: Wenn ihr schlaffe Radieschen kurz ins Wasser legen, werden sie meist wieder knackig.
  • Am besten machen sich Radieschen auf einem frischen Brot mit Butter und Salz. Ein toller Nebeneffekt: Salz mildert die Schärfe.
  • Radieschen sind nicht nur roh der Hit, sondern auch in gekochter Form. Gegart passen sie gut zu Fleischgerichten und Suppen. Und die Blätter können wie Spinat gegessen werden.

Radieschen sind also vielfältiger als man oft annimmt. Radieschen-Liebhaber haben eine große Auswahl an Sorten, die auch unterschiedlich verarbeitet werden können. Uns gefällt dieser Frühlingsbote besonders gut. Und euch?

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Quellen:

10 Fakten zum Radieschen
Pflanzenkunde, Inhaltsstoffe, Verwendung und Lagerung
Aussaat, Pflege und Erntezeit

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